Kein Plan hält, aber planen ist wichtig!

flat lay photography of turned-on silver iPad beside Apple Pencil

Ja, mach nur einen Plan.
Sei nur ein großes Licht!
Und mach dann noch ´nen zweiten Plan.
Gehen tun sie beide nicht!

(Bertolt Brecht aus „Die Dreigroschenoper“)

Der Tagesplan steht, doch plötzlich kommt die Krankmeldung des Kollegen*in. Der geplante Präsentationstermin ist voll im Gange, doch einige Teilnehmer*innen haben eine andere Erwartungshaltung. Das Budget für gewünschte Projekte ist fixiert, doch dann verbreitet sich unerwartet ein Virus auf der Welt.

Immer wieder sind wir damit konfrontiert auf Unvorhergesehenes zu reagieren, mit Ungewissheiten, Unsicherheiten und teilweise auch Nicht-Wissen umzugehen. Wann waren wir uns zuletzt in einer Sache so richtig sicher und dann ist doch alles anders gekommen als geplant?

Kaum ein Plan hält, sprich läuft so wie gedacht, auch wenn er bis ins kleinste Detail definiert und jedes mögliche Risiko ausgemerzt ist. Dennoch ist es wichtig zu planen! Dies richtet nämlich einerseits den Fokus in eine bestimmte Richtung und führt andererseits zu Proaktivität.

Gerade jetzt, in teilweise recht unsicheren Zeiten hilft es zu planen. Denn diese Tätigkeit oder auch das Ergebnis zeigt aktuelle Möglichkeiten und Optionen auf. Planen visualisiert Handlungsspielräume und schafft Vertrauen, in sich selbst und andere.

Umgang mit Unsicherheit

Der beste Umgang mit Unsicherheit und Ungewissheit ist sich von der Angst zu lösen. Anstatt morgens nicht aus dem Bett zu steigen oder sich nicht der nächsten Präsentation zu stellen, hilft es nach bestem Wissen und Gewissen über eine neue Herangehensweise nachzudenken.

Durch das „Tun“, in Form der Planung, wird das Denken über Sorgen und Ängste minimiert. Auch wenn der Tagesplan oder das Budget durchkreuzt wird, können somit wieder neue, realistische Optionen gefunden werden. Akzeptieren eines Rest-Risikos und das teilweise Verlassen der Komfortzone gehören dazu, um aus gescheiterten Plänen neue Erkenntnisse zu gewinnen.

…und falls schwierige Situationen zu operativer Hektik führen oder einmal der Durchblick fehlt, so kann eine kurze Auszeit, eine Pause hilfreich sein. Auch ein Gespräch mit einem systemischen Coach ist eine Option neue Perspektiven zu erkennen und eigene Handlungsspielräume besser wahrnehmen zu können.